Face Yoga: Warum du auch deine Gesichtsmuskeln trainieren darfst
Wir gehen ins Krafttraining, dehnen, laufen. Für den Körper ist das selbstverständlich. Das Gesicht lassen wir dabei meistens aus, obwohl dort über 40 Muskeln arbeiten, die genauso auf Training reagieren wie alle anderen. Face Yoga setzt genau hier an: gezielte Übungen, die die Gesichtsmuskulatur kräftigen und die Durchblutung anregen. Kein Wundermittel, aber ein sinnvoller Baustein, der nichts kostet ausser ein paar Minuten am Tag.
Was im Gesicht mit den Jahren passiert
Falten entstehen nicht nur an der Hautoberfläche. Mit den Jahren verliert die Haut Kollagen und Elastizität, gleichzeitig baut das Fettgewebe darunter ab und die Muskeln verlieren an Volumen und Spannung. Die Haut hat dadurch weniger Halt, sie liegt lockerer auf und fällt an manchen Stellen ab. Am deutlichsten siehst du das an den Wangen, an der Kieferlinie und um die Augen.
Trainierte Gesichtsmuskeln wirken dem von innen entgegen. Ein Muskel, der regelmässig arbeitet, wird kräftiger und bleibt griffiger. Er gibt der Haut von unten Halt, ähnlich wie ein gut gefülltes Kissen den Bezug glatt hält. Dazu kommt die bessere Durchblutung, das Gesicht wirkt frischer.
Was die Forschung dazu sagt
Die Studienlage ist noch dünn, aber es gibt einen viel beachteten Hinweis. Ein Team der Northwestern University in Chicago hat 2018 im Fachjournal JAMA Dermatology eine Untersuchung veröffentlicht, bei der Frauen zwischen 40 und 65 über 20 Wochen ein Programm aus 32 Gesichtsübungen absolvierten, zuerst 30 Minuten täglich, später jeden zweiten Tag. Dermatologen beurteilten danach Fotos, ohne zu wissen, welche Aufnahme wann entstanden war. Die Fülle der Ober- und Unterwangen hatte sichtbar zugenommen, und das geschätzte Alter der Teilnehmerinnen lag im Schnitt rund drei Jahre tiefer als zu Beginn.
Wichtig zur Einordnung: Es war eine kleine Studie mit 16 Teilnehmerinnen, die durchhielten, und ohne Kontrollgruppe. Sie beweist keine Wunder, zeigt aber, dass regelmässiges Training die Gesichtsstruktur messbar beeinflussen kann. Es geht also weniger um einzelne Falten als um mehr Spannung und Volumen im ganzen Gesicht.
Bevor du anfängst
- Saubere Hände und ein gereinigtes Gesicht.
- Ein Tropfen Serum oder etwas Creme, damit die Finger gleiten und die Haut nicht gezogen wird.
- Ein Spiegel, zumindest am Anfang. So siehst du, ob wirklich der gewünschte Muskel arbeitet.
- Alles sanft. Du spürst die Muskeln, aber du zerrst nie an der Haut.
- Fünf bis zehn Minuten reichen. Lieber jeden Tag kurz als einmal pro Woche lang.
Ein Hinweis noch, den viele übersehen: Übungen, bei denen du die Haut immer wieder in Falten legst, etwa die Stirn hochziehen oder die Augen zusammenkneifen, können mimische Linien eher vertiefen. Deshalb arbeiten die folgenden Übungen mit den Fingern als sanftem Widerstand oder als Glättung. So trainiert der Muskel, ohne dass die Haut knittert.
Sechs Übungen für den Einstieg
Halte jede Position rund 10 Sekunden und wiederhole sie 5 Mal. Atme dabei ruhig weiter.
1. Stirn: Heben gegen Widerstand
- Lege die Fingerkuppen beider Hände flach auf die Stirn, knapp über den Brauen.
- Versuche nun, die Augenbrauen anzuheben, während die Finger die Stirnhaut sanft an Ort halten.
- Du spürst, wie der Stirnmuskel gegen den Widerstand arbeitet. Die Haut bleibt glatt.
Wenn sich Querfalten bilden, halten die Finger zu wenig. Etwas mehr Druck, immer noch sanft.
2. Augen: V-Griff für die Augenpartie
- Bilde mit Zeige- und Mittelfinger ein V und lege die Fingerkuppen an den äusseren Augenwinkel, eine knapp oberhalb, eine knapp unterhalb, ohne zu drücken.
- Schau nach oben und hebe nur das Unterlid an, als wolltest du blinzeln, ohne die Augen zu schliessen.
- Halte kurz und lasse wieder locker.
Die Finger verhindern, dass sich seitlich Fältchen bilden. Der Ringmuskel um das Auge arbeitet trotzdem.
3. Wangen: Das lange O
- Öffne den Mund zu einem länglichen O und lege die Lippen leicht über die Zähne.
- Versuche jetzt zu lächeln, ohne die Mundform zu verändern. Die Wangenmuskeln ziehen nach oben.
- Halte die Spannung. Du kannst die Wangen mit den Zeigefingern leicht ertasten.
Achte darauf, dass die Lippen locker über den Zähnen liegen und nicht gepresst werden. Die Arbeit machen die Wangen.
4. Mundpartie: Lächeln mit Widerstand
- Schliesse die Lippen und lächle so breit wie möglich, ohne die Zähne zu zeigen.
- Lege die Zeigefinger an die Mundwinkel und gib einen leichten Gegendruck nach innen.
- Halte das Lächeln gegen den Widerstand, dann entspannen.
Kräftigt die Muskeln rund um den Mund, die die Mundwinkel tragen.
5. Kinn und Hals: Kuss zur Decke
- Setz dich aufrecht hin und neige den Kopf leicht nach hinten, nur so weit, wie es sich angenehm anfühlt.
- Spitze die Lippen, als wolltest du die Decke küssen. Du spürst die Spannung unter dem Kinn und im Hals.
- Halte, dann den Kopf langsam zurück in die Mitte.
Spannt die Halsmuskulatur und die Partie unter dem Kinn. Bei Nackenproblemen nur mit sehr kleiner Bewegung. Hast du Beschwerden im Nacken oder im Kiefer, klär die Übung vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
6. Zum Abschluss: Ausstreichen
- Lege die Finger flach ans Kinn und streiche mit leichtem Druck entlang der Kieferlinie zu den Ohren.
- Dann von den Nasenflügeln über die Wangen zu den Schläfen.
- Zum Schluss von der Stirnmitte nach aussen. Jede Bahn 5 Mal, ruhig und langsam.
Entspannt die Muskeln nach dem Training und arbeitet dein Serum gleich mit ein.
So baust du eine Routine auf
Der beste Zeitpunkt ist der, den du wirklich einhältst. Viele koppeln die Übungen an die Pflegeroutine am Abend: Gesicht reinigen, Serum auftragen, fünf Minuten Übungen, dann die gewohnte Nachtcreme. So gleiten die Finger, das Serum wird eingearbeitet, und du vergisst es nicht. Am Morgen eignet sich vor allem die letzte Übung, das Ausstreichen, wenn das Gesicht nach dem Schlafen noch etwas verquollen wirkt.
Rechne mit sechs bis acht Wochen, bis du im Spiegel etwas bemerkst. Muskeln brauchen Zeit, im Gesicht genauso wie am Rest des Körpers. Was du früher spürst: Die Muskeln fühlen sich wacher an, und das Gesicht wirkt am Abend weniger müde.
Was Face Yoga kann und was nicht
Face Yoga kräftigt Muskeln, regt die Durchblutung an und kann die Konturen sichtbar straffen. Was es nicht kann: die Hautqualität selbst verändern. Ob die Haut fest, elastisch und gut mit Feuchtigkeit versorgt ist, hängt von dem ab, was in der Haut selbst passiert. Deshalb ergänzen sich Training und Pflege, sie ersetzen sich nicht.
Bei MACELL denken wir Hautpflege von zwei Seiten. Skin CellRepair, unser Gesichtsserum mit Exosomen, unterstützt die Haut von aussen bei ihrer Regeneration. Skin CellYouth, unsere Nahrungsergänzung, ergänzt deine Pflegeroutine von innen. Beides lässt sich mit deiner bestehenden Tages- und Nachtcreme kombinieren. Face Yoga passt als dritter Baustein dazu: Du trainierst die Muskeln, die Pflege kümmert sich um die Haut.
Fang mit zwei oder drei Übungen an, die dir leichtfallen, und erweitere nach ein paar Wochen. Wichtiger als Perfektion ist, dass du dranbleibst.
Quelle: Alam M. et al., Association of Facial Exercise With the Appearance of Aging, JAMA Dermatology, 2018. Kleine Pilotstudie ohne Kontrollgruppe, 16 von 27 Teilnehmerinnen haben das Programm abgeschlossen.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
